Mein Log

Jens zeigt’s

Hier gibt es Fotoalben über unsere Reisen mit dem Schiff

20230419

Southampton – Ausflug nach Beaulieu

Das National Motor Museum in Beaulieu Inmitten des malerischen New Forest in der englischen Grafschaft Hampshire liegt das National Motor Museum im kleinen Dorf Beaulieu – eines der bedeutendsten Automobilmuseen der Welt und gleichzeitig eines der beliebtesten Ausflugsziele Südenglands. Geschichte und Entstehung Das Museum wurde 1952 von Edward Douglas-Scott-Montagu, dem 3. Baron Montagu of Beaulieu, als Hommage an seinen Vater, den 2. Baron Montagu, gegründet. Was mit einer kleinen Privatsammlung begann, entwickelte sich rasch zu einem Projekt von nationalem Rang. Als die jährliche Besucherzahl 1964 die Marke von einer halben Million überstieg, wurde beschlossen, ein eigens errichtetes Museumsgebäude auf dem Gelände des Beaulieu-Anwesens zu schaffen. Am 4. Juli 1972 wurde das neue Gebäude feierlich eröffnet und der Name in „National Motor Museum“ geändert – als Ausdruck seines gewachsenen Status als gemeinnützige Stiftung. Die Sammlung Das weltberühmte National Motor Museum beherbergt eine der bedeutendsten Sammlungen von Fahrzeugen und Automobilia der Welt – von den frühesten Motorwagen über klassische Familienlimousinen bis hin zu legendären Formel-1-Boliden und Landgeschwindigkeitsrekordbrechern. Beaulieu Neben den rund 280 ausgestellten Fahrzeugen verfügt das Museum über eine riesige Sammlung von mehr als 50.000 automobilbezogenen Objekten – darunter Zubehör, Maskottchen, Ersatzteile und Spielzeug – sowie eine Fotosammlung von etwa 1,4 Millionen Bildern, Filme und Tonaufnahmen. Musée National de l’Automobile Galerien und Ausstellungen Das Museum gliedert sich in mehrere thematische Bereiche: Die Galerie „Grand Prix Greats“ feiert die Geschichte der Formel 1, während „Road, Race & Rally“ Sportwagen aus Rallye-Sport und Bergrennen in den Fokus rückt. Eine nachgebaute rustikale Garage aus den 1930er Jahren präsentiert Artefakte und Werkzeuge dieser vergangenen Epoche, und die Ausstellung „Streets Ahead“ versetzt Besucher in das Straßenleben Großbritanniens der 1950er bis 1970er Jahre. Seit 2026 ist zudem die neue Dauerausstellung „Driven: Britain’s Motoring Story“ geöffnet, die in fünf Abschnitten die Entwicklung des Automobils in Großbritannien interpretiert – von den mutigen Pionieren der Frühzeit bis zu den Fahrzeugen, Menschen und Momenten, die den Alltag für immer veränderten. Beaulieu Das gesamte Beaulieu-Anwesen Das Museum ist nur ein Teil eines weitaus größeren Erlebnisses. Ein einziges Eintrittticket gewährt Zugang zum National Motor Museum, zu Palace House & Gardens, zur Beaulieu Abbey, zur Ausstellung über den Geheimdienstbetrieb im Zweiten Weltkrieg sowie zu unbegrenzten Fahrten mit der Monorail. National Motor Museum Palace House ist seit 1538 der Familiensitz der Montagus Visit Hampshire – ein lebendiges Stück englischer Adelsgeschichte, das unmittelbar neben dem Museum besichtigt werden kann. Für wen lohnt sich ein Besuch? Das National Motor Museum in Beaulieu ist ein Ort, der Motorsport-Enthusiasten, Geschichtsinteressierte und Familien gleichermaßen begeistert. Wer durch seine Hallen schlendert, erlebt nicht nur die faszinierende Entwicklung des Automobils, sondern taucht tief in über 800 Jahre britischer Geschichte ein – umgeben von der stillen Schönheit des New Forest.
IMG_3065.JPG

Le Havre – Ausflug Fecamp und Étretat Alabasterküste

Palais Bénédictine in Fécamp Der Tag beginnt in Fécamp, wo das Palais Bénédictine wie eine Mischung aus venezianischem Palazzo und gotischer Kathedrale aus dem Stadtbild hervorsticht. Das Ende des 19. Jahrhunderts erbaute Prunkgebäude beherbergt sowohl ein Kunstmuseum als auch die Brennerei des berühmten Kräuterlikörs. Im Museum durchstreift man Säle voller religiöser Kunst, mittelalterlicher Handschriften und schmiedeeiserner Arbeiten – eine eklektische Sammlung, die Alexandre Le Grand, der Wiederentdecker des Bénédictine-Rezepts, zusammentrug. Die hohen Decken, bunten Glasfenster und reich verzierten Holzvertäfelungen machen jeden Raum zu einem Erlebnis. Anschließend führt der Rundgang in die Brennerei: Kupferkessel, Lagerfässer und der intensive Duft von 27 Kräutern und Gewürzen – Angelikawurzel, Safran, Zimt – begleiten einen durch die Produktionshallen. Zum Abschluss wartet eine Verkostung, bei der man den Likör pur oder als Cocktail probieren kann. Étretat – Strand und Kreidefelsen Eine kurze Fahrt entlang der Küste später öffnet sich das Panorama von Étretat. Der Kieselstrand liegt eingerahmt von zwei monumentalen Felsentoren: der Falaise d’Aval mit ihrer elefantenrüsselartigen Aiguille und der Falaise d’Amont mit der kleinen Kapelle Notre-Dame-de-la-Garde auf der Klippe. Ein Spaziergang die Stufen hinauf zur Falaise d’Aval belohnt mit einem Blick, der schon Monet und Maupassant inspirierte – das türkisblaue Meer, das gegen weißen Kreidefels schlägt, die schroffen Bögen, die sich ins Wasser strecken. Oben verläuft ein Küstenpfad, der weitere Aussichtspunkte erschließt. Zurück unten lädt der Strand zum Verweilen ein: Steine sammeln, den Wellen zuhören, ein spätes Eis in einem der Cafés an der Promenade. Der Tag klingt aus mit salziger Luft und dem Rauschen des Ärmelkanals im Ohr.
20221017_165539.jpg

Rotterdam – Stadtbummel

Ein Spaziergang ab dem Kreuzfahrtanleger von AIDA in Rotterdam eröffnet eine der abwechslungsreichsten Routen durch eine moderne, kreative und architektonisch beeindruckende Stadt. Der Weg verbindet Wasser, Skyline, Geschichte und urbane Lebendigkeit auf kurzer Distanz. ### Vom Kreuzfahrtterminal über die Erasmusbrücke Direkt am Wilhelminapier beginnt der Rundgang mit einem Blick auf die futuristische Skyline. Der Pier selbst ist ein Symbol für Rotterdams Wandel vom Hafenareal zum modernen Stadtquartier. Nach wenigen Schritten führt der Weg zur **Erasmusbrücke**, dem wohl bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Die elegante Schrägseilbrücke bietet fantastische Ausblicke auf die Nieuwe Maas und die umliegenden Hochhäuser. ### Richtung Markthal und Kubushäuser Auf der Nordseite der Brücke geht es weiter in Richtung Innenstadt. Die Route führt vorbei am lebhaften Witte de Withkwartier, einem Viertel voller Cafés, Galerien und Street Art. Wenige Minuten später erreicht man die **Markthal**, eine riesige, hufeisenförmige Markthalle mit farbenprächtigem Deckengemälde und zahlreichen Ständen. Gleich gegenüber stehen die berühmten **Kubushäuser**, ein architektonisches Experiment aus den 1980ern, das bis heute fasziniert. ### Historischer Hafen und Maritime Atmosphäre Von dort lohnt sich ein Abstecher zum **Oude Haven**, einem der ältesten Häfen Rotterdams. Zwischen historischen Schiffen, kleinen Bars und Restaurants entsteht ein reizvoller Kontrast zur modernen Architektur. Der Spaziergang führt weiter entlang des Wassers, wo sich immer wieder neue Perspektiven auf die Stadt öffnen. ### Museumpark und moderne Kultur Wer Kultur liebt, kann den Weg zum **Museumpark** einschlagen. Hier liegen das Kunstmuseum Boijmans Van Beuningen (derzeit teilweise im Umbau), das Depot Boijmans Van Beuningen mit seiner spiegelnden Fassade sowie weitere Museen. Der Park selbst bietet Ruhe und Grün mitten in der Stadt. ### Rückweg über die Rijnhaven und moderne Architektur Der Rückweg führt über die südliche Seite der Stadt, vorbei an der modernen Bebauung rund um den Rijnhaven. Hier stehen ikonische Gebäude wie das **Hotel New York**, einst der Sitz der Holland-America Line und heute ein beliebter Ort für eine Pause mit Blick aufs Wasser. Von dort sind es nur wenige Minuten zurück zum Kreuzfahrtterminal. Dieser Rundgang verbindet Rotterdams wichtigste Sehenswürdigkeiten auf einer kompakten, gut begehbaren Route.
IMG_3138.JPG